schwarze box – Oder Warum wir von der Einfachheit fasziniert sind

Jeder kennt das Gefühl, eigentlich könnte es so einfach sein, dann wäre alles viel leichter. Es müssten keine Probleme gelöst werden und wir könnten unbeschwert durch das Leben laufen. Aber nein irgendetwas muss dazwischen kommen, wir seufzen kurz auf und machen uns daran das Problem zu lösen, umgehen oder zu überwinden, es gelingt uns aber trotzdem hätte doch alles so viel einfacher sein können.
Komplexität überfordert uns ständig. Wir hätten gerne eine einfache Erklärung dafür, warum ein Brot immer auf die Butterseite fällt und warum wir nicht Lichtgeschwindigkeit fliegen können ohne dabei selber drauf zu gehen. Nein wir bauen uns riesige Maschinen  um das zu verstehen. Zumindest im Fall der Lichtgeschwindigkeit. Diese Maschinen sollen dann alles zur Erklärung liefern, aber irgendwie bitte auch nicht, weil es sonst zu viel wäre.
Dieser Drang alles einfacher zu machen ist anscheinend tief verwurzelt. Wir wollen keine langen ausführlichen Erkklärungen und nur in wenigen Bereichen interessiert uns wirklich die tiefe des Themas. Solche Bereiche sollte jeder zu seinem Lebensinhalt machen, sie sind kostbar. Alles andere sind black boxes für uns. Bereiche die wir so als gegeben hinnehmen und so aktzeptieren wie sie sind, aber nie in ihrer tiefe verstehen.
Woran liegt das? Unsere Zeit ist begrenzt, von den 24 Studen gehen schonmal 6-8 Stunden für schlafen drauf. bleiben noch 16 Stunden in denen wir uns neben der Nahrungaufnahme noch mit anderen Dingen beschäftigen können. Mehr als das Wissen für unseren Beruf haben wir selten.
Als ich einmal mit dem Außenpolitik-Experten Dustin Dehez Essen war und mit ihm über Afghanistan redete. Erklärte er mir erstmal einiges. Den Einfluss von Indien und Pakistan. All das hört man nicht in den Nachrichten. Auf meine frage warum, kam die Antwort: „Do you think it fits in a five minute tagesthemen feature?“ (Denkst du wirklich das passt in ein fünf Minuten Tagesthemen Beitrag?) Wir wollen es einfach, wollen aber trotzdem überall mitreden. Vor allem in der Politik. Das Ergebnis ist Polemik und Populismus. Experten sind da, aber deren Erklärungen zu kompliziert, zu lang.
Gerade Modelle machen es uns einfacher Dinge zu verstehen verkürzen und haben nur ein begrenztes Anwendungsgebiet. Ich möchte in diesem Blog einige Modelle präsentieren. Die Nachrichten der Welt darstellen, in verkürzter und unzureichender Form. Es geht um die Modelle, denn Modelle helfen uns auch Dinge einfach zu merken und eben weil ich komplexe Sachverhalte verkürzt und vereinfacht darstelle ist der Titel des Blogs auch „schwarze box“.
Was sollte unsere Konsequenz daraus sein? Manchmal ist es besser eine Black Box eine Black Box sein zu lassen. Wenn wir einen Experten treffen dann immer Ausfragen und hüten Sie sich vor Stammtischdiskussionen ohne Experten, sofern es nicht um Themen geht die jeder kennt. Politik ist immer die heikelste Black Box.
Mit diesem Blog möchte ich aktuelle Geschehnisse einordnen und in unregelmäßigen Abständen kommentieren und bewerten. Modelle sind mir dabei eine große Hilfe. Oftmals geht das aber nur im Nachhinein, weil zunächst die Umstände oder Ursachen von Katastrophen nicht klar sind. Aber gerade das ist eher ein Vorteil als eine Chance, denn wir erinnern uns kaum an vergangene Katastrophen.
Mein persönliches Ziel ist es regelmäßig zu schreiben. Mindestens einmal in der Woche und erstmal drei Monate lang, dann schauen wir weiter. Ich freue mich immer auf Kommentare!
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